Abendteuer Hochland - verfasst von Nicole (Island-Reise)

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Abendteuer Hochland

- verfasst von Nicole 

Der dritte Tag bringt uns dann ins Hochland und wir verstehen, was hinter dem Begriff Piste steht. Sieht nach einer Menge Fahrspaß aus! Überhaupt besteht die Zeit im Auto eigentlich nur aus Lachen und jeder Menge Spaß. Wir fahren durch die schwarze Wüste bis an einen grünen See und bewundern die atemberaubende Lichtstimmung und versuchen, sie in Bild, Kopf und Herz festzuhalten. Die Sonne scheint durch den Dunst, die Hügel schieben sich unwirklich hintereinander und die Seen werden zu spiegelnden Flächen. Perfekte Schwarz-Weiß-Stimmung. Und in der Ferne sehen wir Hekla. Weiter geht die Tour durch die erste Furt, an der wir direkt stoppen. Das Wasser schlängelt sich durch schwarze Sandinseln, auf denen grüne und gelbe bizarre Pflanzen wachsen, die sich kunterbunt vom schwarzen Untergrund abheben. Umrahmt wird das Ganze von Bergen in verschiedenen Formen. Die zweite Furt ist bereits „besetzt“… So sieht das also aus, wenn sich ein Jeep festfährt und mitten im halbhohen Wasser parkt. Johannes versucht sich noch im Eiswassertreten, um zu gucken, ob dem Fahrer zu helfen ist, aber da hilft leider nur der Abschleppdienst. Wir kommen mit beiden Land Rovern heil durch die Furt und gelangen auf eine natürliche Aussichtsplattform, von der aus wir einen grandiosen Blick über eine grüne Seenlandschaft haben. Die komplette Gruppe steht aufgereiht am Straßenrand und bewundert die Natur durch den Sucher. Mit Blick auf die Uhr und den Sonnenstand komplimentiert Thorben uns wieder ins Auto. Die Tage und Nächte haben hier einfach zu wenig Stunden! Wir fahren die Strecke zurück, der Wasserjeep wurde inzwischen gerettet. Im Abendlicht kommen wir am Haifoss an. Diesmal verteilen sich alle in tausend Richtungen und wechseln zwischen Langzeitbelichtung und Makrofotografie. Vor allem das typisch isländische Wollgras lässt uns Fotografen über den Boden robben. Auch der Rückweg zum Hotel klappt nur mit einem Kurzstopp an einer alten Brücke, aber der Hunger treibt dann doch alle „nach Hause“. Wir bereiten uns auf eine weitere Nordlichtnacht vor. Aber da der Himmel uns heute „ nur“ einen grünen Streifen bietet, der sich nicht verändert, hocken wir in gemütlicher Runde zusammen und gucken eigene und fremde Fotos. Und alle freuen sich, heute schon mal um 0.00 Uhr oder eher im Bett zu liegen.