Islands Westfjorde (Island-Reise)

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Papageitaucher Kolonie in Latrabjarg - der Dynjandifoss Wasserfall

Für unsere Weiterreise von der Halbinsel Snaefellsnes aus in die Westfjorde Islands entschlossen wir uns die spätere Fähre zu nehmen, um noch ein wenig mehr von Snaefellsnes zu erkunden. Während eine Schmarotzerraubmöwe von wütenden Seeschwalben vertrieben wurde,  genossen wir einen Strandspaziergang und konnten zwei neugierige Kegelrobben beobachten.

Die Überfahrt in die Westfjorde führte über eine spiegelglatte See, auf der uns Islands beliebteste Vögel, die Papageientaucher, in Scharen begleiteten und neben der Fähre abtauchten. Eine herrliche Fahrt, wir genossen die warme Sonne und die Tiere.

Im Quartier angekommen bereiteten wir uns ein leckeres Essen zu, um uns für die Mitternachtssonne am Cliff Latrabjarg zu stärken. Dort standen direkt an der Kliffkante, ein Meter von uns entfernt, die Papageitaucher, stürzten sich in die Tiefe und landeten wieder nahe bei uns. Ein tolles Schauspiel. Entlang der Steilküste entdeckten wir Tordalke, Dickschnabel- und Trottellummen, Kolonien von Eissturmvögeln und Dreizehenmöven, ein faszinierendes Treiben in einem wunderschönen weichen Licht.  Die Nacht im einsamen Latrabjarg, ein schönes Erlebnis für uns!

Der nächste Tag führte uns tief in die Westfjorde und wir besuchten abgelegene Höfe und wildromantisch verfallene Häuser in einer Umgebung, die uns teilweise fast schon maritim begegneten. In Selardalur erzählte uns Bildhauer Gerhard König, der in mühevoller Kleinarbeit die Kunstwerke von Samuel Johannson restauriert und erhält, die Geschichte des Ortes.  Auf dem Weg dorthin kamen wir an wunderschönen Sandstränden vorbei. Ein besonders schönes Ereignis war die erste Begegnung mit Odins-Hühnchen, die quirlig nach ihrer Beute jagten.

Im Hochland, auf dem Weg zum schönsten Wasserfall Islands, dem Dynjandifoss,  entdeckten wir unverhofft auf einem See einen auf einer Grasinsel brütenden Sterntaucher, den wir vorsichtig in unseren Fokus nahmen.

Der Dynjandifoss und seine vielen kleineren Wasserfälle präsentierten sich uns mächtig und eindrucksvoll. Begeistert begannen wir den Aufstieg und fotografierten diesen einzigartigen Wasserlauf. Auf dem Parkplatz und vor dieser fantastischen Kulisse genossen wir vor unserer Weiterfahrt frisch gekochten Kaffee und leckeren Kuchen! Der Tag war ein eindrucksvolles Erlebnis mit allen Sinnen!   

Islands Westfjorde erkundeten wir weiter in Richtung Nordosten und entdeckten wunderschöne Küstenläufe. -  Schereninseln, zerklüftete und schroffe Felsen, weite Kiesstrände und eindrucksvolle Steilufer sahen und besuchten wir entlang unserer Route. Besonders eine weitere Hochland-Passage mit weiten Ebenen und ausgedehnten Schneefeldern entlang der Passstraße wurde ein besonders schönes und spannendes Erlebnis zur Abendsonne.

Die Nacht verbrachten wir in einem gemütlichen und schönen kleinen Fischerort, der uns in hellem Abendlicht empfing.

Am nächsten Morgen ließen wir die Westfjorde mit dem Besuch Holmaviks hinter uns und wechselten in den Norden Islands. Bei traumhaftem Wetter entlang unserer entlegenen Route genossen wir den Tag. Auf der Halbinsel Vatnsnes legten wir einen Stopp bei den  Robbenkolonien ein und beim Elefanten-Felsen Hvitserkur.

Wir besuchten Blöndús und nutzten die Zeit für einen Einkauf, bevor wir unser neues Quartier erreichten.

Leider zog sich der Himmel zum Abend hin immer weiter zu, aber in unserem gemütlichen Quartier konnten wir entspannt die Fotos der letzten Stunden und Tage weiter sortieren und gesellig kommentieren.