Unsere Reise durch den Südosten Islands - Jökulsarlon, Höfn und Skaftafell

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Nachtrag:

Den Tag nach unserer frühmorgendlichen Fotoexkursion zur Gletscherlagune Jökulsarlon verbrachten wir bis zum Nachmittag vor Ort im Quartier. Wir brachen für die zweite Hälfte des Tages auf, um einen anderen Teil der Gletscher Lagune zu erkunden. Hier legten wir den Fokus stärker auf die Eisberge innerhalb der Lagune und fanden trotz etwas flacher Lichtverhältnisse dennoch das ein oder andere gute Motiv. Wir ließen den Tag entspannt und hochzufrieden, gemütlich ausklingen. Bis tief in die Nacht zeigten sich schöne Nordlichter, die einige der Gäste mit gestellten Weckern einfingen.

Unsere Tage im Südosten Islands - Jökulsarlon, Höfn und Skaftafell

Am nächsten Morgen brachen wir weiter in den Südosten auf und erkundeten die Region um Höfn. Starker Wind, doch strahlender Sonnenschein begleitet diesen Tag. Um dem Wind etwas auszuweichen beschlossen wir eine Exkursion zu einem der hiesigen Gletscher zu unternehmen. Mit einer Fahrt durch leichtes Gelände erreichten wir den schönen Gletscher. Das Wetter lud zu einer Wanderung ein und einige Teilnehmer entschlossen sich für einen spannenden Weg entlang der Gletscherlagune, hin in die Nähe der Abbruchkante. Andere Teilnehmer nahmen Lagune und Landschaft näher in den Fokus. Wir verbrachten dort viel Zeit und genossen das schöne Wetter. Nach einem kurzen Einkauf und einer Kaffeepause in Höfn selber, traten wir mit einigen Stopps den Rückweg zum Quartier an. Nach dem abendlichen Dinner entschlossen wir uns für den Sonnenuntergang bzw. vielmehr die Abenddämmerung zum Strand hinunter zufahren. Zwar hatte an diesem Abend die Eisbrockendichte stark abgenommen, doch das Licht und insbesondere die fantastische Dramatik durch die Wolken, brachten uns einmal mehr atemberaubende Aufnahmen ein. Mit dem letzten Licht verließen wir glücklich den Strand um nach einer längeren Pause unsere letzte Chance für Nordlichter über den Eisbergen zu nutzen. Es klarte zwar weiter auf, doch Nordlichter erblicken wir nicht und so entschlossen wir uns, für verdienten Schlaf zurückzukehren.

Am nächsten Morgen verließen wir unser schönes und komfortables Quartier und traten damit unsere Rückreise entlang der Südküste an.

Zu nächst blieben wir jedoch noch in der Region und besuchten den Gletscher Fjalljökull  und dessen Gletscherlagune Fjallsarlon. Hier trafen wir auf sehr abwechslungsreiche gute Foto-Bedingungen und verbrachten dadurch etwas mehr Zeit als ursprünglich geplant, was wir sehr gerne taten.

Weiter ging es in den Skaftafell Nationalpark zum fotogenen Svartifoss Wasserfall. Nachdem wir einige Kilometer durch stürmische Schneeschauer gefahren waren, erwartete uns hier wieder fantastischer Sonnenschein. Während die meisten Teilnehmer die kleine Wanderung zum Svartifoss antraten begaben sich andere, auf Vogel-Fotojagd und entdeckten balzende Bakassinen, Rotdrosseln und ein Schneehuhn-Pärchen, dass sich sogar formatfüllend in Szene zusetzen wusste (das Weibchen jedenfalls war weniger schüchtern).

Weiter ging unsere Reise durch die unendlichen weiten der Skeidararsandur und der Myrdalssandur. Auf dem Weg unternahmen wir nur kurze Stopps, bis vor Vik wieder heftiger Schneefall und Starkwind einsetzte. Sehr zur Schadenfreude einiger Teilnehmer konnte ich schneeumtrieben den Tank neu befüllen….naja schnell saß ich auch wieder im warmen Auto ;-) – Kurz vor unserem Quartier hörte prompt der Schneefall auf und eine fantastische Schneelandschaft trat zum Vorschein. Begeistert machen wir hier noch einige Aufnahmen bevor wir ein leckeres Essen genießen konnten.

In der Nacht kam es zu einem weiteren Highlight als die Nordlichter kurz vor Mondaufgang aufzogen. Passend und wie bestellt konnten hier die Teilnehmer direkt nach dem Stellungbeziehen und  Aufbauen der Kamera eindrucksvolle Polarlichtfotos schießen.

Am nächsten Morgen beherrschte diese Nacht noch lange unsere Gespräche. Nach dem Frühstück führte unser letzter Programmtag an einen der Strände Viks mit wunderschönen mit spektakulären Basaltformationen. Gewarnt vor Wasser und Steinschlag, besuchten wir den Strand und begannen zu fotografieren.  Neben den Aufnahmen der Lokalität geschah es! Ein Teil der Felsen löste sich und stürzte krachend auf den Strand und bestätigen damit alle Warnungen vor dieser Gefahr auf den Schildern.  Ich hoffe andere Reisegruppen werden ebenfalls vor dem Betreten gewarnt und auf die Schilder hingewiesen. – Einem Teilnehmer gelang von diesem Steinschlag ein spektakuläres Foto, das zur Mahnung zur Vorsicht in diesem Blog noch nach gereicht werden soll.

Nach diesen und trotz des eindrücklichen Ereignisses sehr sehr positiven Stunden, begaben wir uns weiter in Richtung Reykjavik. Am Seljalandsfoss stoppen wir und konnten noch vor immer stärker werdenden Graupelschauern noch einige gute Fotos machen und entspannt diesen beeindruckenden Wasserfall erleben.

Die Wettersituation wurde leider immer schlechter und so kehrten wir zu Kaffee und Imbiss ein. Auf der Weiterfahrt wechselte der Graupel in Schnee über und insbesondere auf der Passtraße nach Reykjavik wurde das Fahren durch dichtes Schneetreiben etwas unangenehm. In einem langsamen Konvoi der von kleinen Frontbetrieben Kleinwagen leicht aufgehalten wurde, erreichten wir die Region Reykjavik und damit unser Ziel. Tosender Wind und Schauer-Niederschläge machten dem Aprilwetter alle Ehre. Der guten Laune und der Zufriedenheit über unsere vielen Erlebnissen und Eindrücke auf der Reise machte dies jedoch keinen Abbruch. Bei einem letzten gemeinsamen Abendessen ließen wir unsere spannenden Tage noch einmal Revue passieren.

Es war eine sehr schöne, abwechslungsreiche und vor allem auch sehr harmonische Reise, für die ich mich sehr herzlich bei allen Teilnehmer bedanke!  Ich freue mich sehr über die lieben Einträge in mein Gästebuch! Vielen herzlichen Dank, ich freue mich auf ein Wiedersehen!